Alles im Universum, ob belebt oder unbelebt, strebt nach Harmonie!
Eine Aussage, die ein wenig Erklärung bedarf. Auch wenn sich die Erkenntnis erst mit den eigenen Schlüssen einstellen wird, so kann es nicht schaden, wenn du verstehst, worum es im Leben wirklich geht. Gemeint ist nicht der Sinn des Lebens, sondern die treibende Kraft im Leben. Denn diese besteht nicht in der sexuellen Vereinigung mit allem, was möglich ist, der Fortpflanzung oder was auch immer du dir hast von “großen Lehren” hast einreden lassen. Die treibende Kraft besteht darin, Harmonie herzustellen!
Im Falle des Unbelebten, wird beispielsweise Harmonie hergestellt, wenn ein Stein zu Boden fällt. – Es wird wieder Harmonie zwischen “ihm” und der Kraft, die auf ihn wirkt, hergestellt.
Ein Fluss folgt dem Verlauf des Flussbettes und umspült alles, was dem Druck des Wassers widerstehen kann. Das Wasser fließt geschmeidig und formt langsam aber stetig seine Umwelt so, dass sie immer mehr dem natürlichen Verlauf des Wassers folgt.
Sei es nun der Mikrokosmos des Atoms, oder das was wir im allgemeinen als “Kosmos” bezeichnen, alles steht in Beziehung zu einander, wirkt auf einander und “versucht” immer einen Zustand der Ausgeglichenheit zwischen “ihm” und dem “anderen” herzustellen.
Die Herleitung, dass die Elemente des Kosmos und die, die unser Selbst ausmachen die selben sind, bedarf es nicht, um zu verstehen, dass auch wir, die wir da belebt sind, bestrebt sind einen vertretbaren Ausgleich zwischen uns und unserer Umwelt herzustellen.
Stemmen wir uns “gegen” den Wind, so tun wir das, um einen stabilen Halt auf dem Untergrund (Straße) zu bekommen. Wir legen uns so in den Wind, dass wir diesem (mehr oder minder) optimal begegnen.
In Gegenwart unserer Mutter verhalten wir uns anders, als im ausgeflippten Teil des Freundeskreises. Ein Mann spricht mit einer Frau anders, als mit seinesgleichen. Will sagen, dass wir ein angepasstes Rollenverhalten haben, dass uns erlaubt in verschiedenen sozialen Rollen zu existieren. – Abhängig von unserer Umwelt.
Unser Denken und Handeln ist immer darauf angelegt Harmonie zu schaffen.
Egal was wir tun oder sein lassen, unser Denken und Handeln wird primär durch unsere Emotionen gesteuert. Natürlich können wir dem auch widersprechen und etwas tun, was dem entgegen steht, aber damit tun wir uns und anderen nur weh. Das allerdings auch nur, um einen Ausgleich zwischen seiner inneren und äußeren Welt herzustellen.
Ob es nun Selbsthass oder entspannte Gelassenheit sei. – Wir schreien es förmlich nach Außen, was wir im Inneren sind, für wen wir uns halten und wie sehr wir uns selbst mögen. Fühlst du dich mies, so behandelst du die Menschen in deiner Umwelt auch entsprechend. …entsprechend deiner Auslegung… Bist du ein Mensch, der aggressiv ist, so wird dein Schmerz einen sehr direkten Weg zu deinen Mitmenschen finden. Wenn du eher darauf bedacht bist, niemanden weh zu tun, wirst du am ehesten so etwas wie Mitleid erzeugen, du sprichst das Mitgefühl deiner Nächsten an und ziehst sie UNWILLENTLICH auf deine Ebene herunter. Wie auch immer du es drehst – Du wirst immer dein Inneres zu kompensieren suchen, indem du versuchst deine “Innen” und “Außen” aufeinander abstimmst.
Zeig mir deine Freunde und ich sag’ dir, wer du bist!
Wenn du für einen Moment die Augen öffnest, dann wirst du erkennen, dass der Teil der Umwelt, in der du am ehesten sein kannst, wie du bist, ganz genau dich widerspiegelt. Ob es nun die Ehefrau ist, die dich für all dass, was sie doch vor 5 Jahren noch so an dir liebte, abstraft und verachtet, oder ob es der Ehemann ist, der gern’ mal zu viel Trinkt und seinen Frust an dir auslässt…
Es ist deine Welt, die du dir geschaffen hast.
Es gibt die unterschiedlichsten Dinge in dieser Welt, für die man Andere bewundert. Genauso utopisch die Vorstellung scheinen mag, selbst über diese Fähigkeiten verfügen zu können, ist auch die innere Überzeugung es nicht zu können. Diese Menschen sind was ganz besonderes, verdienen viel Geld, haben tolle Freunde, tolle Liebhaber, alle Welt mag sie…Kurz um: Sie haben ein traumhaftes Leben! …so ganz anders als das Eigene.
Nun – was unterscheidet sie eigentlich von uns? Zum einen mal, sie Wissen, was sie können. Sie haben sich definiert über etwas besonderes, dass sie, oberflächlich betrachtet, ausmacht. Das, was sie tun, tun sie nicht nur im Bewusstsein, dass sie es können, sondern auch mit Hingabe und Enthusiasmus. Sie leben in einer Welt, in der es Menschen gibt, die sie für ihre Fähigkeiten bewundern, weil sie glauben, dass es bewundernswert wäre.
Was des einen Motivation ist des Anderen Grund aufzugeben!
Aber sonst… Tja – Sie bestehen aus Haut und Knochen, genau so wie du. Sie haben Sorgen und Probleme, genau so wie du. Sie lachen, wenn sie sich freuen und sie weinen, wenn sie trauern. Genau so wie du! Sie haben Ängste und Hoffnungen, genau so wie du! Und sie können ca. ‘ne Million Dinge weniger gut, als andere. – Genau so wie du!
Sie sind “genau so wie du”! Der einzig tragende Unterschied ist, dass sie eine Fassette ihrer Fähigkeiten ausgebaut haben. Sie haben dem Drang nachgegeben, sich damit zu befassen und haben dadurch einen Ausgleich gefunden. Sie setzten sich ein Ziel, erreichten es und bestätigten es sich wieder und wieder, dass sie “es” können. …immer wieder positive Bestätigung, die das Hirn und damit die innere Welt formt.
Wächst man in einer Welt auf, die nur aus Beschränkungen besteht, wird man natürlich auch dort immer wieder Bestätigung finden können. Es wird sich der harmonische Moment einstellen, da man weiß, dass man “es” nicht kann. Man verfolgt natürlich nicht weitere Wege, denn was soll man sich noch mehr Bestätigung und Enttäuschung bescheren!? Man pendelt sich auf ein Level ein, mit dem man sich abfinden kann – Harmonie!
When a man loves a woman…
Liebe – Die Frage, was Liebe sei, versucht die Wissenschaft ja nun seit einiger Zeit zu lösen. Sicher ist es nicht möglich, mit ein paar biochemischen Formeln, die Liebe zu entzaubern. Das Leben auf ein paar hormonelle Exzesse herunter zu reduzieren… Ja gut – wer die Liebe so sehen will, der hat eben auch das Recht mit seinen Beschränkungen zu leben.
Abgesehen von der modernen Wissenschaft haben sich schon wirklich große Denker mit dem Thema beschäftigt. Mir ist aufgefallen, dass es einen Zusammenhang zwischen Abstraktionsebene und Schwachsinn gibt!
Je mehr eine Sache verkompliziert wird, desto weiter ist man von der Wahrheit entfernt!
Sei es nun die wissenschaftlich bestätigte “Kurzzeit-Verblödung” oder einfach nur ein geschickter Zug, der die Art erhalten soll…
Eines wird übersehen:
Liebe ist die höchste Form der Harmonie!
Liebe bedeutet nämlich, dass sich ein Zustand von vollständiger Auflösung in Synchronizität herrscht. Will sagen: Es herrscht Harmonie zwischen dem eigenen Inneren und dem Inneren einer, in der Umwelt existierenden, Person.
Die Verbindung mit dem Nächsten über die Grenzen des eigenen Selbst hinweg
Ob nun hormonell oder göttlich – Vollkommen egal – Jeder, der jemals echte Liebe empfand, wird es wissen:
Rationale Erklärungsversuche sind lächerlich!
Es zählt doch einfach, dass man sich frei und glücklich fühlt. Man spürt die Verbindung zu diesem Menschen und man erlebt, was alles andere in den Schatten stellt.
Es heißt, diese Art der Liebe hält maximal zwei Jahre an – Ja – das mag für’s Verliebtsein gälten! Die Liebe ist mehr, auch wenn sich dies’ den dümmlichen Erklärungsversuchen unserer doch so anbetungswürdigen und damit unantastbaren Gelehrten entzieht.
Es geht einzig und allein um das Gefühl!
Sei es nun das Gefühl, wenn man etwas lang erträumtes erreicht oder die Hingabe in das Gefühl des “miteinander Verschmelzens”. – Es ist der höchste Zustand der Harmonie.
…der höchste Zustand… Was im ersten Moment aussieht wie eine Wertung, ist tatsächlich bewusst gewählt und doch wertungsfrei. Denn mit “Höchster Zustand” ist nicht “der beste Zustand” gemeint.
Ob es nun “gut” oder “schlecht” sein, ist dem Prinzip der Harmonie egal!
Es geht nur um die Frage, in wie weit wir uns der Harmonie hingeben können bzw. wir es uns erlauben. Gesellschaftliche Normen verbieten uns ja doch recht klar, dass wir uns besser fühlen dürfen, wenn wir das Auto des Chefs so modifiziert haben, dass es einem dankbaren Zeichen, der von ihm entgegengebrachten Wertschätzung, widerspiegelt. Klar fühlt man sich nach vollführter Rache oder nach einem “unkontrollierten” Ausraster besser, aber die Last von “das darfst du nicht” lastet schwerer den je auf den Schultern. Das was vor noch nicht all zu langer Zeit die ewige Verdammnis gewesen wäre ist heute das Gesetz. Was gleich geblieben ist, ist die gesellschaftliche Ächtung und die damit verbundenen Schuldgefühle, weil man ja weiß, dass man etwas “falsches” gemacht hat.
Daher – “höchster Zustand” – Liebe gilt glücklicherweise immer noch als erstrebenswert und man wird schlimmstenfalls als “Hirnlos” tituliert – Das ist ja nicht weiter schlimm, denn was wissen “die Anderen” schon!? Sie versuchen doch nur das Fehlen dieses Gefühls in ihrem Inneren zu kompensieren und übertragen diesen Zustand auf ihre Außenwelt.
Es heißt: Beweise wären die Vergewaltigung der Seele
Aus diesem Grund ziehe ich es vor einfach auf weitere Beispiele für das Prinzip der Harmonie zu verzichten. Der, der verstanden hat, was ich hier vermitteln wollte, wird vielleicht auch den Sinn danach habe, ein wenig weiter zu denken. – Ich kann es dir nur empfehlen. – Es werden sich mit dieser Erkenntnis viele Fragen beantworten!