Das Gehirn ist modular aufgebaut. Es gibt Sehzentren, Öhrzentren und die allseits bekannten Sprachzentren. …aber Einkaufszentren…?! Ja! Beim Einkaufen werden bestimmte Hirnareale aktiv und drei davon sind ausschlaggebend für eine Kaufentscheidung.
Zuerst, wenn wir die Ware sehen, kommt ein Gefühl. – Finden wir das Gut, was wir da sehen? Gefällt uns das? Die Reaktion ist bereits messbar, bevor wir uns der zweiten Reaktion hingeben. Wir prüfen – anhand des Preises, anhand einer moralischen Wertung, anhand unseres Ratios. – Man kann sagen, dass dieses schon der bewusste Funke war, denn nun schlägt auch schon der dritte Schritt “unserer Kaufentscheidung” zu. Wieder ein Gefühl – das Bauchgefühl. Und eben dieses Bauchgefühl ist es, welches schlussendlich die eigentliche Entscheidung trifft.
Also:
Wir starten mit einem Grundgefühl. Woher das kommt, sei erst einmal dahingestellt. – Werbung bzw. die gezielte Beeinflussung durch die öffentlichen Medien ist da aber nicht ganz auszuschließen.
Nun kommt das Gewissen, welches uns fragt, ob wir bereit sind, den Preis für die Erfüllung des ersten Gefühls zu bezahlen. Wenn wir von eben diesem kein ganz klares NEIN bekommen, dann entscheidet unser Bauchgefühl indem es im Hirn Areale blockiert, die uns daran hindern doof zu gucken, herumzustehen und nichts zu tun.
Besser ausgedrückt: Es führt zur Aktion!
Wenn man sich das so ansieht, so wird man sicher feststellen, dass sehr viel Gefühl und sehr wenig “Hirn” zum Einkaufen benötigt wird. Es ist unser Gefühl, dass entscheidet! Denn ist es nicht auch das Gefühl, welches unser Wertesystem beeinflusst bzw. leitet? Haben wir gerade “Lust” auf Eis, Schokolade oder eher doch auf Chips? Wenn ja, dann sind wir wohl eher bereit einen etwas höheren Preis für etwas zu bezahlen, was faktisch überflüssig ist.
Wer immer noch glaubt, er würde mit “Köpfchen” einkaufen, dem sei gesagt, dass die Kaufentscheidung bereits vor der “bewussten” Entscheidung eindeutig messbar ist. – Gut zu wissen, oder?
Nachtrag:
Es ist übrigens egal, obe eine Frau oder ein Mann einkauft. Die Prozesse sind genau die gleichen – Wir haben aber eben einen differierenden Bezug zu den Objekten des Einkaufs. Daher dürfte der Inhalt des Einkaufswaagens sicherlich anders aussehen, aber bewußter hat weder der Eine noch der Andere eingekauft. – Wäre ja auch albern, weil Werbung dann ja Quatsch wäre!